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me made mittwoch *Wickelkleid

Es ist nicht gelogen wenn ich sage, dieses Kleid stand schon seit Jahren auf meiner Wunsch-Nähliste…. nämlich seit 2006; denn aus diesem Jahr ist die bur*da-Zeitschrift mit dem Schnittmuster […] 😉

Da STASH-ABBAU bei mir im Moment ganz vorne bzw. oben steht und die me-made-mittwochs mich zusätzlich anspornen (ein DANKE an cat und kascha!!!), habe ich die letzte Zeit so einiges geschafft und endich auch dieses Kleid realisiert! Es ist aus einem (gut abgelegenen 😉 ) Wolljersey; genau richtig für jetzt… Der Sommereinbruch Frühling, der letzte Woche schon mal vorbeigeschaut hat, hat sich nämlich eh wieder verabschiedet.

Ich habe das Kleid gestern auch schon getragen; eine Arbeitskollegin war so lieb und hat das Foto geschossen. Der Schnitt sitzt relativ gut, ich habe aber im VT einen seitlichen  Brustabnäher „eingebaut“ und im RT ebenfalls 2 Abnäher. So habe ich unter dem Bindeband keine störenden  Falten. Die Länge ist auch kürzer als beim Original.

An den Ärmeln habe ich zusätzlich einen kleinen Schlitz am Saum gemacht:

Jaaaaa, ich weiss; man schreibt nicht mit Kugelschreiber auf Stoff… (und jetzt seh ich auch, das die Naht nicht ganz gerade ist, aber von aussen sieht das eh keiner!) 😉

Und ich zeige euch einen kleinen Trick, wie man die Naht der Bindebänder schön auseinanderbügeln kann, ohne dass man nachher 2 zusätzlich eingebügelte Kanten hat, wenn das Band umgedreht ist:

Ich schiebe einen runden Holzstab in den genähten Schlauch und bügle die Naht darauf auseinander. Wenn das Band nachher umgedreht wird, legt sich die Kante fast von selbst auseinander und man braucht nur noch drüberbügeln. So entfällt das ganze mit-Hilfe-von-Stecknadeln-oder-Fingernägeln-Herausgezupfe und -geziehe der Naht, UND man hat keine unschön eingebügelten Linien auf dem Band, die man eh nie mehr im Leben imstande ist, wieder wegzubügeln! 😎

umgedreht, vor dem Bügeln:                                               gebügelt:

 

 

 

 

Ausserdem hab ich den doch sehr dehnbaren Stoff -aufgrund einer fehlenden Overlockmaschine- 😉 mit dem dreifachen Gerad-stich genäht; er ist wunderbar elastisch und da der Stoff nicht franst, brauchte ich auch nix versäubern!

Viel Spass beim Stöbern durch die ganze me-made-Galerie bei cat und kascha! 😀

Tütenrüsche #Anleitung

Für LUISA und alle, die immer schon eine Anleitung dafür gesucht haben! 😉

Die Tütenrüsche ist neben den Froschmäulchen eine der beliebtesten Borten, die man hauptsächlich an Dirndlausschnitten findet… die Anleitung für die Froschmäulchen hab ich schon mal eingestellt; nämlich DA!

Jetzt gibts die Anleitung für die Tütenrüsche (auch Herzrüsche genannt) und so schaut sie aus:

Ich hab einen 6cm breiten Schrägstreifen zugeschnitten und ihn so gebügelt, dass sich die Kanten auf der Rückseite 5mm übereinanderlegen. (Die Breite vom Streifen ist dann 2,5cm!) Auf der Mitte alle 2,5cm und dazwischen am Rand Punkte (mit Kreide) anzeichnen. Ich hab Bleistift verwendet, dass man die Punkte auf dem Stoff besser sieht!

So soll es dann aussehen:

Beim Nähen vom mittleren Punkt -zum linken -zum rechten Rand und zurück zur Mitte- stechen, fest anziehen und vernähen. Dann zum nächsten unteren Punkt in der Mitte stechen und weiter wie vorher!

Das wars auch schon! 😉

Zum Schluss muss man die Rüsche dann mit Hand von links hohl aufnähen.

Zur Berechnung der Streifenlänge: mein Schrägstreifen war 50cm lang, die fertige Borte zum Schluss ca. 35cm lang und etwa 2cm breit. Um die Borte als Zierde für  einen Dirndlausschnitt zu verwenden,  finde ich sie  eher etwas zu grob und breit. Ein bisschen schmäler und feiner dürfte sie schon sein… aber das müsste man vielleicht einfach mal ausprobieren… Wenn man einen schmäleren Streifen oder ein Band nimmt, dann sollte man auch die Punkte in kleinerem Abstand zueinander aufzeichnen (z.B. Bandbreite =Punktabstand!)

Viel Spass beim Nacharbeiten! 🙂

Und -wie immer,- bei Fragen einfach melden; ich helfe gerne weiter!  😉

Froschmäulchen #Anleitung

Neue Taschen gibt es momentan leider nicht so viele; irgendwie fehlt mir dazu einfach die Zeit.

Deshalb -hab ich mir gedacht- könnte ich euch mal zeigen wie man Froschmäulchen (-manchmal auch Rosenrüsche genannt) näht! Die sind nämlich eine sehr beliebte Aufhübschung in der Trachtenwelt und meistens an Dirndlausschnitten zu finden.  Die Fotos hab ich schon im Frühjahr mal geknipst und wann würde so eine Anleitung besser passen, als jetzt zur Oktoberfest-und-Dirndlzeit!!??!! 😀

~°~

Hier hab ich einen Stoffstreifen (pink, ca. 5,5cm breit) und ein schwarzes Satinband (1,5cm breit) verwendet. (Man kann auch je 2 gleich- oder verschiedenfarbige Bänder oder auch 2 mal einen Stoffstreifen nehmen.)  Es ist wichtig, die Länge der Sreifen oder Bänder richtig zu berechnen! D.h. man benötigt die 3fache Länge davon, wie lange das fertige Froschmäulchenband sein soll! (Also für eine fertige Borte von 50cm braucht man 1,50m Band! Sicherheitshalber noch einige cm dazugeben, nicht dass zum Schluss dann blöderweise ein paar läppische mm fehlen!) 😉

Am Stoffstreifen zuerst auf der linken Seite ca, 1,5cm nach oben umbiegen und das Satinband aufnähen, sodass der Stoffstreifen unten noch ein paar Millimeter hervorschaut.

(der obere Streifen muss  nicht zwingend schmäler sein als der untere;  sie können auch beide gleich breit sein)

Danach den Arbeitsschritt  auf der anderen Seite wiederholen; das fertige Band schaut dann so aus und ist knapp 2,5cm breit:

Jetzt wird das Band in Falten gelegt, bzw. mit Stecknadeln festgesteckt: hier sind die Falten gut 1cm tief. Man könnte auch sagen, man legt ein Band von  Quetschfalten; nämlich eine  neben die andere. Danach mitten über die Bandlänge die Falten festnähen. (Leider sieht man das auf dem Bild unten nicht so gut.)

Nachdem die Falten fixiert sind, kann man die halbfertige Borte jetzt am gewünschten zukünftigen Standort anbringen;  in meinem Fall natürlich auf einer Tasche 🙂 und das schaut dann in etwa so aus:

Jetzt  ein zweites Mal in der Mitte der Borte über die ganze Länge drübernähen und schon sind wir beim letzten (und zeitaufwendigsten) 😉 Arbeitsschritt:

Mit den Fingerspitzen die oberen sich gegenüberliegenden Faltenkanten hochheben

und mit wenigen kleinen Stichen in der Mitte zusammennähen:

danach noch schnell das Täschchen zusammenflicken 😉 und

fertig ist die Dirndltasche mit den Froschmäulchen:

Endlich fertig!

…es hat diesmal ewig etwas länger gedauert, aber jetzt ist die Häkeltasche mit dem Rhombenmuster auch fertig!  😉

Juli 09 201

Nachtrag am 19.03.2011:
Hab schon einige Anfragen für eine Anleitung zu dieser Tasche bekommen, hier ist sie also:
Das Häkelmuster ist nicht, wie ich es genannt habe, ein Rhombenmuster, sondern kommt aus der Kategorie „Spinnenmuster“ und das ist die Häkelschrift dazu:

Ich hab mit dem Boden der Tasche begonnen und dann die Tasche in Runden in die Höhe gehäkelt, so dass ich keine Nähte zu schliessen hatte. Ich kann mich leider nicht mehr genau erinnern, mit welcher Maschenanzahl ich diese Tasche begonnen habe, aber ich rechne das anhand der Maschenanzahl pro Mustersatz (=21M) einfach in etwa neu aus:  Für den Boden 63 Luftmaschen anschlagen und 10 Reihen Stäbchen häkeln. Dadurch erhält man ein längliches Rechteck; in der Mitte einer kurzen Seite (also zwischen Stäbchenreihe 5 und 6)  mit dem Muster beginnen (siehe obige  Häkelschrift unten rechts wo die „1“ steht).  Bis man also zum ersten Eck des Bodens kommt ist man mit dem Muster da, wo der erste Pfeil (von re gesehen) eingezeichnet ist; wenn man jetzt immer den Mustersatz von Pfeil bis Pfeil häkelt, müsste man:

1) 8 Mustersätze in die erste Häkelreihe (=erste Runde) bekommen

2) wenn man aus den Stäbchen auf den kurzen Seiten immer je 2M heraushäkelt, müsste das mit dem Muster genau aufgehen! (evtl. ein oder zwei Maschen dazu- oder wegschummeln!) 😉

Jetzt einfach laut Muster in Runden in die Höhe häkeln; wer das nicht kann oder möchte, kann auch 2 Rechtecke häkeln und diese an den Seiten zusammennähen. Da sieht man dann halt die Nähte…

Ist die Tasche so hoch, wie man sie haben möchte, an den Seiten (da wo unten die kurzen Seiten des Bodens sind)  ca. 6-8cm abketten und das vordere und das rückwärtige Taschenteil getrennt noch 3 oder 4 Reihen in Stäbchenmuster weiterhäkeln.

Jetzt wird das Innenfutter für die Tasche genäht; man kann die Tasche entweder genau abmessen und dann das Futter dementsprechend  zuschneiden oder aber -wer es ein bisschen einfacher möchte- die Tasche auf den Stoff legen und (die Nahtzgabe nicht vergessen!) das Futter so ausschneiden! Das Futter zusammennähen und unten (für die Bodenform) rechts und links die Ecken abnähen. Oben an der Taschenöfffnung den Stoff (=Nahtzgabe) 1 cm umbiegen und auf der Höhe des abgeketteten seitl. Randes, also am Beginn der ersten Stäbchenreihe, das Futter rundum mit der Maschine oder von Hand einnähen!

Danach werden die Stäbchenreihen jeweils um die Bambusringe gelegt und innen von Hand angenäht.

Diese Anleitung ist vielleicht eher für schon etwas Geübte geeignet; wenn jemand noch Fragen hat, stehe ich gerne für Antworten zur Verfügung!!!

Viel Spass und gutes Gelingen! 🙂

Häkelbeutel 1

Hier ist mein erster Häkelbeutel! Ich hab ihn vor ca. 1 Jahr gemacht und heute endlich das Foto in den unendlichen Weiten des Computers wiedergefunden! 😉

Gefüttert habe ich den Beutel mit hellblauem Baumwollstoff; leider sieht man das auf dem Foto nicht wirklich!

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Diesmal gibts auch die Anleitung gleich dazu! 🙂

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Häkelbeutel 2

Der Häkelbeutel war ein Weihnachtsgeschenk (nicht von mir direkt…) und ich hoffe, er ist gut angekommen! Er sollte zu einem Dirndl passen und es ist der zweite, den ich gehäkelt habe.

Der erste hatte ein anderes Muster und ein hellblaues Futter, weil er zum „Bayrischen“ (Tracht aus dem Burggrafenamt) passen sollte!

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Die Anleitung für (fast denselben) Häkelbeutel gibts HIER!

Stricktaschen

Nachdem sich heute der Herbst so richtig von seiner ungemütlichen, kalten und nassen Seite gezeigt hat, habe ich wieder meine kuschelige Stricktasche aus dem Kasten geholt! Die grasgrüne ist mein Lieblingsstück!!

Habe dasselbe Modell aber auch noch in anderen Farben; z.B. in blau…

(Nachtrag: die Anleitung für die Stricktasche gibts in den Kommentaren!!

*Laut  Anzahl der Klicks auf diesen Artikel nehme ich an, dass sich viele die Anleitung ansehen und vielleicht sogar  die Tasche nachstricken: ich würde mich sehr über irgendwelche Rückmeldungen oder sogar Fotos über die neu entstandenen Taschen freuen!!! 😉 )